Die Geschichte der Kleinbrembacher Getreideverarbeitung ist lang. Funde der frühen Bandkeramik aus der Ortslage und der Umgebung verweisen auf eine ca. 7500- jährige Besiedlung. Diese früheste Form des europäischen Neolithikums zeichnete sich durch den Wandel vom nomadisierenden Jäger und Sammler zum seßhaften „Landwirt“ aus. Durch die Einwanderung von Gruppen aus dem Nahen Osten wurde die Bewirtschaftung des Lebensraumes durch Ackerbau und die Viehzucht mitgebracht.
Angebaut wurden unter anderem: Emmer (Einkorn), frühe Formen der Gerste, vereinzelt Rispenhirse, Hafer und Lein. Die Umstellung von eher tierischen auf Getreideprodukte bedurfte neuer Techniken der Verarbeitung. Zum Schroten des Getreides wurden „Schiebemühlen“
benutzt, welche aus einem Unterliegerstein und einem Läuferstein bestanden. Seit der La Tène – Zeit, vor ca. 2300 Jahren wurden u.a. Handdrehmühlen verwendet.
Der steigende Bedarf an Getreideprodukten verlangte nach größeren Mahlwerken, welche sich nicht mehr alleine durch Muskelkraft bedienen ließen. Aus dem römischen Reich sind Göpelantriebe, aber auch Wassermühlen bekannt. Im deutschsprachigen Raum sind die ersten Wassermühlen für das 8. Und 9. Jhdt nachgewiesen.

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